Klimaneutraler Nachhaltigkeitsbericht

Mehr als zwei Drittel der CO2-Emissionen bei der Herstellung des neuen Nachhaltigkeitsberichts des Volkswagen Konzerns gehen auf die Papier- herstellung zurück. Und das, obwohl besonders umweltfreundliches Papier mit dem FSC-Siegel (www.fsc.org) aus nachhaltiger Forstwirtschaft verwendet wurde. Hinzu kommen Verbrauchs- materialien, Druckplatten, Maschinen und Transporte. Die mit dem Druck des Nachhaltigkeits- berichts beauftragte Druckerei medialogik GmbH aus Karlsruhe versucht, möglichst viele Emissionen von vornherein zu vermeiden. Emissionen, die nicht sinnvoll vermieden werden können, werden kompensiert. Für die Produktion von 25.000 Exemplaren des Nachhaltigkeitsberichts berechnete die medialogik GmbH gemeinsam mit der Climate Partner GmbH & Co. KG, unter Berücksichtigung eines Unsicherheitsfaktors, Emissionen in Höhe von 34.556,07 kg CO2. Zur Veranschaulichung dieser Zahl: Unter www.mycarbonfootprint.eu findet man einige Beispiele für CO2-Ensparpotenziale im Alltag.

Was ist Klimaneutralität?
Die weltweit steigenden Treibhausgasemissionen, darunter CO2, sind maßgeblich für die derzeitige globale Erwärmung verantwortlich. Für den Klimawandel ist es dabei unerheblich, an welchem Ort Treibhausgase emittiert werden. Entsprechend können Emissionen, die durch den Druck des Berichts entstehen, durch Einsparung von Emissionen in gleicher Höhe an anderer Stelle kompensiert werden. Damit kann der Nachhaltigkeitsbericht klimaneutral gestellt werden.

Emissionen im Rahmen von Klimaneutralitätsprojekten werden typischerweise vor allem durch Projekte in Entwicklungsländern neutralisiert, da in diesen Ländern häufig wesentlich günstigere Projektbedingungen vorliegen. Durch Klimaschutzprojekte in diesen Ländern werden daher nicht nur Treibhausgasemissionen kostengünstig eingespart, sondern vor allem auch moderne Technologien zur umweltfreundlichen Herstellung und Nutzung von Energie dorthin exportiert. Damit wird die nachhaltige Entwicklung dieser Länder maßgeblich gefördert. Diese Vorgehensweise steht in Einklang mit dem projektbasierten Clean Development Mechanism des Kyoto Protokolls. Die eingesparten Emissionen aus den Projekten werden vom Büro der UN Klimarahmenkonvention (www.unfccc.int) verifiziert. Der Projektinhaber erhält daraufhin Emissionszertifikate in entsprechender Höhe zugeteilt. Diese Emissionszertifikate werden im Anschluss an die Zuteilung stillgelegt, d.h. sie können nicht mehr an anderer Stelle, z.B. im Rahmen des Europäischen Emissionshandels, verwendet werden. Erst mit der Stilllegung der Emissionszertifikate ist das Kriterium der Klimaneutralität erfüllt.

Die Ausstellerin der Emissionszertifikate, die ClimatePartner GmbH & Co. KG, wählt ihre Förderprojekte nach strengen Kriterien aus. Die ausgewählten Projekte müssen den Vorgaben des mit dem Kyoto Protokoll verabschiedeten Clean Development Mechanism sowie, sofern anwendbar, den weitaus strengeren Kriterien des Gold Standard, welcher unter anderem vom WWF mit entwickelt wurde, entsprechen.

Neutralisierung durch CO2-Einsparungen in Indien
Die bei der Herstellung des Nachhaltigkeitsberichts angefallenen Emissionen werden in einem Windenergieprojekt von ClimatePartner kompensiert. Der unterstützte Windpark befindet sich im indischen Vani-Vilas-Sagar, Bezirk Chitradurga, in der Region Karnataka.

Der im Ausbau befindliche Windpark ist in einer ländlichen Gegend mit starkem Windaufkommen angesiedelt und speist Strom in das überregionale Versorgungsnetz ein. Der so erzeugte Strom ersetzt bisher aus fossilen Energieträgern erzeugte Energie. Das Projekt erfüllt die Vorgaben des projektbasierten Clean Development Mechanism. Es trägt so zu einem Technologietransfer in Entwicklungs- bzw. Schwellenländer bei und bildet einen Baustein für die nachhaltige Entwicklung dieser Länder. ClimatePartner bemüht sich darüber hinaus für dieses Projekt um eine Zertifizierung nach Gold Standard (www.cdmgoldstandard.org).

Einspareffekt urkundlich ausgewiesen
Bei Klimaneutralitätsprojekten spielt die Transparenz und die Glaubwürdigkeit eine große Rolle. Eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft überprüft den Geldtransfer zwischen ClimatePartner und den entsprechenden Projekten und verbürgt die den Kriterien entsprechende Verwendung der Mittel. Ferner vergibt ClimatePartner für jede Klimaneutralstellung eine Urkunde über die erworbenen CO2-Äquivalente. Die Stilllegung der entsprechenden Menge an Emissionszertifikaten wird von der beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bestätigt. Im Falle des Volkswagen Nachhaltigkeitsberichts steht auf der Urkunde die Identifikationsnummer <2007020246>. Auf den Internetseiten von ClimatePartner (www.climatepartner.de) erhalten Sie oben rechts Gelegenheit, diese Nummer einzugeben und überprüfen zu lassen. In einem PopUp-Fenster erscheinen daraufhin sowohl die Urkunde, als auch Informationen zu dem Projekt, mit dem der Nachhaltigkeitsbericht klimaneutral gestellt wurde.

Der Volkswagen Konzern hat sich bewusst für eine Druckerei entschieden, die sich bemüht, CO2-Emissionen einzusparen und die nicht vermeidbaren Emissionen klimaneutral stellt.